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24.08.2026 Kategorie: Wort

Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!

Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu! – so lautet die diesjährige Jahreslosung, die uns seit dem 1. Januar begleitet. Manche von Ihnen und Euch wissen, dass ich in jedem Jahr mit meinen Konfirmand*innen ins Konfirmanden-Ferien-Seminar nach Südtirol (KFS) fahre – und auch dort hatten wir die Jahreslosung als unser KFS- Motto.  Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!

Und wir bei uns in der Posaunenchorarbeit so transportiert sich im KFS auch ganz viel über Musik und die Texte der Lieder, die wir täglich und zahlreich singen. Mein Lied in diesem Jahr war „Weite Räume meinen Füßen“, ein Lied der Frankfurter Band Habakuk, die machen von den Deutschen Evangelischen Kirchentagen bekannt sein dürfte. Dieses Lied ist einmal anlässlich des Kirchentages in Frankfurt/Main 2001 zum Motto „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“ entstanden.

Und so kommen bei Jahreslosung und Lied die biblischen Texte aus der Offenbarung 21 und Psalm 31 zusammen. Gottes Zusage, alles neu zu machen und die sich für uns Menschen öffnende Perspektive des weiten Raums, den und in dem wir selbst das Leben gestalten können (und sollen).

In der Offenbarung liegt der Fokus des Neuen in der Zukunft. Am Ende der Zeiten wird alles gut sein. Das ist die Hoffnung, die die Gemeinde, an die sie zuerst adressiert ist, Kraft gibt, das Elend in der Gegenwart auszuhalten und nicht klein beizugeben.

In den Evangelien, in Gleichnissen, die Jesus erzählt, ist das Himmelreich, das Reich Gottes, nicht nur in der Zukunft, sondern es ist in der Gegenwart schon angebrochen – erlebbar und mit zu gestalten. So können wir Mut fassen und Orientierung finden, woran wir unseren Weg ausrichten sollen und Gottes Liebe in unser Leben umsetzen können.

Den weiten Raum des Psalmbeters beschreibt das Lied mit einer schnellen und rhythmischen Gestalt und Melodie als offen, wo sich Horizonte auftun, als Ort zum Atmen, als Platz für Fantasie, den es zu nutzen und zu gestalten gilt. Trotz des Risikos des Irrtums, zwischen Wagemut und Ängsten, zwischen Chancen und Gefahren hin und her pendelt, ist da eine große Freiheit. Und wenn wir uns besinnen und immer wieder gegenseitig vergewissern, dass Gott Kompass und Richtschnur ist, dann gehen wir in der Weite nicht verloren, dann werden wir auch die Grenzen sehen, aber dennoch mit unseren Quellen und Ressourcen, den weiten Raum, in den uns Gott gestellt hat, zu einem lebenswerten Ort machen und der Gemeinschaft und dem Zusammenleben durch unsere christlichen Werte eine Tiefe und Wahrhaftigkeit geben.

Diesen Optimismus, diese Zuversicht, diese Glaubensgewissheit unserer biblischen Geschwister und der Lieddichter und Komponisten wünsche ich uns allen – gerade in diesen so kritischen Zeiten. So schreiben wir durch unseren Dienst im Posaunenchor und unser Leben das Motto unseres diesjährigen Landesposaunentages weiter:  Hoffnung, Glaube, Mut tuut gut!

Hoffnung, Glaube, Mut tuut gut! – Das ist Posaunenchor! Das ist Posaunenwerk! Das sind wir alle miteinander! In diesem Sinne gesegnete Wege in Gottes weitem Raum!

Bleibt gesund, getrost und behütet!

Beitrag von Pfarrer Jens Paret (Landesobmann)

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